Lese-Rechtschreibschwäche Legasthenie

Die Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) / Legasthenie ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Lernschwäche in den Bereichen Lesen und/oder Rechtschreiben. Diese Beeinträchtigung ist aber nicht auf eine niedrige Intelligez, mangelnde Beschulung oder fehlende Lernbereitschaft zurück zu führen.
Betroffene Schüler und ihre Familien leiden häufig sehr unter der Situation.

Jetzt ist es wichtig dem Kind und dessen Familie zu helfen:

Eine Lerntherapie basiert auf einer Förderdiagnostik und einem daraus erstellten Förderplan. Hierbei achte ich besonders darauf, dass der Schüler keinesfalls überfordert, aber auch nicht unterfordert wird und sie die Förderung immer am Leistungsstand des Schülers orientiert.
Um dies gewährleisten zu können und die Lern- und Leistungsmotivation zu erhalten oder zu stärken, fördere ich die Schüler ausschließlich in Einzelförderung.

Anzeichen für eine Legasthenie können sein:

Vorschulalter

  • Probleme mit Legasthenie in der Familiengeschichte
  • Das Kind denkt schneller als es handelt
  • Probleme beim Reimen von Wörtern z.B. Haus, Maus, Laus
  • kein Interesse für Buchstaben- und/oder Zahlensymbole
  • erzählen Geschichten in nicht korrekter Reihenfolge
  • hören keinen Anfangs- oder Endbuchstaben
  • können manchmal nicht zuhören oder das Gehörte wiedergeben
  • kreiert eigene Wörter, wie „Wasseral“ statt Mineralwasser
  • kann oben/unten oder rechts/links nicht unterscheiden
  • Genießt es vorgelesen zu bekommen, zeigt aber selber kein Interesse am Erlernen von Wörtern
  • auffällig „gute“ und „schlechte“ Tage
  • verspätetes Gehen, schlechte Körperkoordination
  • Schwierigkeiten beim Klettern
  • manchmal überhastet, manchmal extrem langsam
  • Hilfsschritte beim Stiegensteigen
  • wissen bei Brettspielen nie wann sie dran sind
  • Schwierigkeiten beim Anziehen
  • Schwierigkeiten im Umgang mit der Schere
  • Koordinationsschwierigkeiten beim Malen, malt über den Rand
  • Orientierungsprobleme
  • merkt sich Kinderreime und Lieder nicht gerne, zeigt andererseits eine hohe Merkfähigkeit
  • kann Rhythmen schlecht nachklopfen
  • lehnt Memory- oder Puzzelspiele ab
  • auffällig gutes Verständnis für technische Dinge
  • kein Interesse den eigenen Namen zu schreiben

nach Beginn der Schulzeit

  • große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben lernen
  • Unaufmerksamkeit
  • In sich zurück gezogen oder sehr impulsiv
  • Geringes Selbstwertgefühl
  • Wird mit Aufgaben nicht fertig und/oder trödelt
  • Ständiges Vertauschen von Buchstaben, b für d
  • Probleme beim genauen Abschreiben von der Tafel
  • leicht ablenkbar, hört/sieht alles, kann Unwichtiges von Wichtigem nicht immer unterscheiden
  • verzögertes Merkvermögen bei Buchstaben/ Wörtern
  • mangelnde Raum- und/oder Zeitkoordination
  • Fortlaufende Schwierigkeiten beim Binden von Schuhbändern, Seilspringen oder auch beim Fangen eines Balles
  • auffällige oder verkrampfte Körperhaltung beim Schreiben
  • reibt die Augen, blinzelt, äußert Sehprobleme
  • Verschwimmen der Buchstaben und/oder Zahlen
  • überaktiv, hat vermehrten Bewegungsdrang

Werden fünf oder mehr Fragen mit „ja“ beantwortet, so liegt der Verdacht nahe, das Kind könnte legasthen sein. Nun ist natürlich eine genaue Abklärung notwendig! Jede Legasthenie ist eine individuelle Legasthenie, deshalb ist es auch so wichtig, genau zu wissen worin sie besteht. Nur dann ist gewährleistet, dass eine effiziente Förderung auch den gewünschten Erfolg bringt.

 

Diagnose

Die Diagnose setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

  • Anamnese (hierzu füllen die Eltern vorab einen Anamnesebogen aus)
  • AFS-Test  (die ist ein Computertestverfahren, welches mit der Testperson in meiner Praxis durchgeführt wird)
  • Analyse von Schriftproben
  • Elterngespräch

Nach der Diagnose wird ein pädagogisches Gutachten verfasst und ein individueller Trainingsplan erstellt.

Eine genaue Beschreibung der AFS-Methode sende ich ihnen gerne zu!!

Training:

Das Legasthenietraining ist keine normale Nachhilfe. Das Training erfolgt nach der AFS-Methode. Diese Methode beruht auf der Schlussfolgerung, dass ein legasthener Mensch nur durch ein spezielles Training dazu im Stande ist , das Schreiben, Lesen oder auch Rechnen zu erlernen und das ein alleiniges Üben an den Fehlern eher schadet als nutzt.
Ein gutes Legasthenietraining besteht pro Stunde immer aus drei Teilen:

  • A – Aufmerksamkeitstraining
  • F – Funktionstraining der Sinneswahrnehmung, die bei einem Legastheniker different sind
  • S – Symptomtraining (spezielles Training an den Fehlern)

Sollte bei ihrem Kind eine Lese-Rechtschreibschwäche diagnostiziert werden, so biete ich ihnen auch hier ein gezieltes Training an.